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Zebrastreifen in 3D

Haben Sie in letzter Zeit mal an einem Zebrastreifen gestanden? Und: Hat jemand angehalten? Also bei mir kommt das selten vor, selbst wenn ich mit zwei kleinen Kindern unterwegs bin. Abhilfe sollen 3D-Zebrastreifen schaffen: Durch eine optische Täuschung mit verschiedenen Grau- und Weißtönen wirken die Übergänge so, als würden sie schweben und eine echte Barriere sein, was Autofahrer zum Anhalten bewegen soll. Je näher man kommt, desto deutlicher sieht man, dass der 3D-Effekt bloß eine Täuschung ist.

In der isländischen Kleinstadt Ísafjörður gibt es solch einen 3D-Streifen ebenso wie in Österreich, Indien, China, Russland und Spanien. In Deutschland allerdings ist noch kein fester dreidimensionaler Zebrastreifen installiert. In Braunschweig war es vor kurzem fast so weit, doch dann hat der Stadtbezirksrat im Februar 2018 gegen einen entsprechenden Antrag der Grünen gestimmt – wegen rechtlicher und sicherheitstechnischer Bedenken.

Der ADAC sieht das anders. In einem Blogbeitrag zum Thema heißt es: „‘Alles, was die Aufmerksamkeit erhöht, ist gut für die Verkehrssicherheit‘, sagt Christine Rettig vom ADAC Regionalclub Niedersachsen. Dass abruptes Bremsen vor Schreck das Risiko für Auffahrunfälle erhöht, hält sie für unwahrscheinlich.“

Übrigens: Wer sich einem Zebrastreifen – ob in 2D oder 3D – zu schnell nähert, dabei ein anderes Auto überholt oder Menschen beim Überqueren hindert, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

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