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Je länger der Stau, desto besser geht’s der Wirtschaft

Der Stau ist ein Phänomen, das uns gerne gestohlen bleiben kann. Interessant jedoch ist, dass Staus auch Rückschlüsse auf unsere Wirtschaft zulassen und ein spannender Konjunkturindikator sind. Je länger die Wartezeit – so Verkehrsexperten der Mobilitätsagentur Inrix – desto eher haben die Menschen einen Job, gehen einkaufen oder essen und desto häufiger versenden Unternehmen ihre Produkte.

Aus der Perspektive macht es also Sinn, dass das Verkehrsaufkommen in Europa seit Jahren rückläufig ist. Von der Wirtschafts- und Währungskrise betroffene Länder haben geringere Stauzeiten, während wirtschaftlich stabile Länder ganz oben liegen (Deutschland 35h, die Niederlande 44h und auf Platz Eins Belgien 58h). Doch auch innerhalb Deutschlands gibt es Unterschiede: Während der Durchschnitts-Stuttgarter letztes Jahr 60 Stunden im Stau verbracht hat, waren es in Hamburg nur 48 und in Berlin 20 Stunden. Damit bleibt Stuttgart bundesweite Stauhauptstadt.

Inrix sammelte Echtzeit-Daten aus Taxis, Flughafen-Shuttles, Lieferwagen, Lkw und Pkw sowie von mobilen Geräten und dokumentiert Geschwindigkeit, Position und das Fahrtziel eines bestimmten Fahrzeugs.

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