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Zustell-Logistik: Die eigene Paketbox im Vorgarten

Wer online bestellt, will seine Ware so schnell wie möglich in Händen halten. Deshalb entscheiden sich immer mehr Online-Shopper für Same-day-Delivery, also die Lieferung am gleichen Tag. Doch was, wenn man bei der Lieferung durch den Postboten oder Paketzusteller gar nicht zu Hause ist? Diese Frage treibt auch die Postdienste selbst um, denn nicht entgegengenommene Lieferungen werden zunehmend zur Last und verursachen hohe Kosten.

Daher buhlen nun gleich mehrere Anbieter um die Vorgärten von Eigenheimbesitzern und Mietern. Denn dort sollen künftig Paketboxen dafür sorgen, dass Päckchen und Pakete zu jeder Zeit ausgeliefert werden können – selbst wenn der Empfänger nicht zu Hause ist. Folgende Angebote sind geplant oder schon umgesetzt:

DHL Paketkasten

Seit Mai 2014 bietet die Deutsche Post sogenannte Paketkästen, in die Sendungen der DHL im eigenen Kasten vor der Haustüre deponiert werden können. Ein Schlüsselchip sorgt dafür, dass auch tatsächlich nur der Empfänger selber die Ware entnehmen kann. Bei gemeinsam genutzten Kästen beispielsweise in Mehrfamilienhäusern wird dann nur der entsprechende Chip freigeschaltet.

Auch Versenden ist mit dem Paketkasten möglich: Retouren oder ausreichend frankierte Päckchen oder Pakete können einfach in den Kasten für den Briefträger hinterlegt werden. Das kleine Basismodell kostet 99 Euro und fasst etwa einen Getränkekasten. Für Lieferungen von anderen Anbietern als der Deutschen Post sind die Kästen allerdings tabu.

Onebox

Die Firma Onebox GmbH hingegen möchte ein zustellerunabhängiges System anbieten, dass alle Dienstleister nutzen können. Die Gründer Sven Bornemann und Klaus Kiunke nutzen dazu ein elektronisches Schlossmodul, das die Hersteller in ihre Brief- und Paketkästen einbauen können. Zusteller und Empfänger können die Boxen über Codes, die per mobile App generiert werden, öffnen. Retouren können OneBox-Besitzer über das Kundenportal auslösen. Zunächst soll OneBox in der DACH-Region und Europa angeboten werden. Wann der Start erfolgt, ist noch nicht bekannt.

Paketbox von Parcelhome

Auch mit der Paketbox des irischen Anbieters Parcelhome sollen sich Pakete sicher in einer eigenen Paketbox zustellen und retournieren lassen, ohne dass der Endkunde persönlich vor Ort ist. Auch dieses System arbeitet mit Smartphones, einer App und persönlich generierten Codes. Die Boxen sollen voraussichtlich ab Ende 2014 erhältlich sein und zwischen 5 und 10 Euro pro Monat kosten.

 

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