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Verdi plant Gesundheitszentren für LKW-Fahrer

Aertzin_1_querDie Idee kommt aus Italien: Dort gibt es an vier Autobahnen Gesundheitszentren, in denen sich Fernfahrer medizinisch behandeln lassen und Angebote zur Gesundheitsvorsorge nutzen können. Um die Planung für deutsche Gesundheitszentren in Angriff zu nehmen, die an den wichtigsten Autobahnkreuzen entstehen sollen, trafen sich Anfang des Jahres Fachleute zum Thema Kraftfahrergesundheit bei der Gewerkschaft Verdi in Kassel. Bereits einen Tag nach der Konferenz wurde der Verein „Zentrum für Kraftfahrer-Gesundheit Kassel (ZKK)“ gegründet, denn das erste deutsche Zentrum wird am Rasthof „Lohfeldener Rüssel“ an der A7 nahe Kassel eingerichtet.

Ob die Einrichtung dann auch tatsächlich für vorsorgende Gesundheitsmaßnahmen und  Check-Ups genutzt wird, stellt die VerkehrsRundschau in ihrem Artikel „Dem Fahrer entgegenkommen“ aus der Ausgabe 6/2013 in Frage: „Für einen Check-Up müssten sie (die Fahrer) das Zentrum aber extra ansteuern und etwa ihre Pause oder Wochenruhezeit opfern. Fahrer sind zu 96 Prozent Männer und mit Gesundheitsvorsorge nicht vertraut. Da wird vermutlich noch Vorsorgearbeit zu leisten sein.“

Was meinen Sie? Wie sinnvoll sind solche Gesundheitszentren und würde Sie diese auch für präventive Maßnahmen nutzen?

Übrigens: Auch die Initiative „DocStop“ macht sich für die Gesundheit von Fernfahrern stark und bietet ein bundesweites Netz von Ärzten und Praxen, die Fahrer zeitnah behandeln und Parkplätze organisieren. Weitere Infos finden Sie hier.

Comments (2)

  • Erwin,Gagl Reply

    Hallo, ich gagl erwin bin behindert,hab underschenkel Apotizion also eine Protese,am rechtens Bein,kann aber laufen und PKW Fahren: Frage ,Kann ich auch noch LKW Fahren,Fahre jetzt schon 33 Jahre LKW.
    Würde mich freuen wenn ich auskunft bekomme.
    Danke.

    21. Januar 2015 at 11:46
    • Antje Efkes & Team Reply

      Hallo Herr Gagl,

      wir kennen Ihre persönliche Situation nicht, aber generell gibt es auf jeden Fall Kollegen von Ihnen, die können auch mit Prothese LKW fahren. Es kommt natürlich darauf an, wie gut Sie selbst damit zurechtkommen, ob alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden können und ob Sie Unterstützung durch Ihren Arbeitgeber bekommen. Die Agentur für Arbeit hat eventuell auch einen Tipp für Sie oder kann durch Weiterbildungen helfen. Fragen Sie doch vielleicht dort einmal an. Zusätzlich gibt es viele Selbsthilfegruppen oder Verbände, zum Beispiel den Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation. Erkundigen Sie sich auch dort!

      Wir haben einen Beitrag gefunden über einen Kollegen, der mit Beinprothese als LKW-Fahrer beschäftigt ist. Lesen Sie doch dazu mal den Artikel aus der Lippischen Landes Zeitung.

      Vielleicht hat jemand im Forum weitere Erfahrungen?

      Wir wünschen Ihnen viel Glück und alles Gute!

      21. Januar 2015 at 14:12

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