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Unsichtbare Helfer: Fahrerassistenzsysteme verhindern schwerste Unfälle

Moderne Nutzfahrzeugtechnik leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit – so lautet das Resümee der DEKRA zu ihrem 8. Internationalen Symposium „Sicherheit von Nutzfahrzeugen“. „Vor allem die modernen Assistenzsysteme helfen, die Zahl der Unfallopfer weiter zu reduzieren“, sagte DEKRA-Vorstand Clemens Klinke anlässlich der Tagung.

Obwohl die Lkw-Transportleistung seit 1992 um mehr als 70 Prozent zugenommen hat, ist die Zahl der bei Lkw-Unfällen Getöteten im Jahr 2010 auf ein Allzeittief von 859 gefallen. Vor allem moderne Fahrerassistenzsysteme (FAS) haben das Potenzial, die Anzahl der Lkw-Unfälle weiter zu verringern und die Unfallfolgen zu mindern – meint die DEKRA und bezieht sich dabei auf eine aktuelle Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV).

Das Forschungsprojekt, bei dem über mehrere Jahre hinweg Unfälle mit Personenschaden und einem Schadenaufwand von mindestens 15.000 Euro untersucht wurden, analysiert das theoretische Nutzenpotenzial verschiedener FAS in Lkw. Das Ergebnis:

  •  Automatische Notbremssysteme vermeiden theoretisch 12 Prozent aller Lkw-Unfälle,
  • Abbiegeassistent könnten mehr als 40 Prozent aller schweren Unfälle mit Radfahrern oder Fußgängern beim Rechtsabbiegen verhindern,
  • Spurverlassenswarner verhindern ein Drittel aller Lkw-Unfälle durch ungewolltes Verlassen der Fahrbahn,
  • Totwinkelwarner könnten 9,5 Prozent aller Lkw-Unfälle mit Leichtverletzten vermeiden,
  • ein Rückfahrassistent hat – bezogen auf alle Kollisionen zwischen Lkw und Fußgängern – ein Potenzial von 18,1 Prozent bei den vermeidbaren Getöteten, bei den vermeidbaren Schwerverletzten von 25,9 Prozent.

Weitere Informationen lesen Sie in der DEKRA-Pressemitteilung „Lkw rollen immer sicherer“, sowie in der Studie  „Fahrerassistenzsysteme bei Lkw“ der UDV.

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