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Typische Frauenprodukte sind oft teurer

Schick, so ein Damenrasierer in Lila mit Blumenmuster! Aber muss der wirklich so viel teurer sein, als ein stinknormaler Rasierapparat? Die Verbraucherzentrale Hamburg  hat „männliche“ und „weibliche“ Versionen verschiedener Produkte miteinander verglichen. Das Ergebnis: Die meisten Frauenversionen ansonsten gleicher Produkte kosten deutlich mehr (die Produktliste mit Preisen finden Sie hier). Das Phänomen nennt sich Gender Pricing – also vom Geschlecht des Käufers abhängiger Preis – oder Pink Tax, rosa Steuer.

Besonders Drogeriewaren wie Parfum oder Deos sind teurer – ein rosa verpackter Rasierschaum von Wilkinson sogar um 218 Prozent. Und das Ganze fängt schon bei den Kleinsten an: Ein pinkes „Sternenzauber-Schaumbad“ von dm kostet 2,95 Euro, das Schaumbad „SauBär“ für Jungs bei gleicher Menge nur 1,75 Euro. Auch Preisunterschiede bei Dienstleistungen für Frauen sind normal. Meine Reinigung nimmt für ein Herrenhemd 2,95 Euro, für eine Damenbluse hingegen ganze 6 Euro. Worin der Mehraufwand für Waschen und Bügeln bestehen soll, bleibt offen. Auch beim Friseur müssen Frauen tiefer ins Portemonnaie greifen.

Die Verbraucherzentrale Hamburg fordert Hersteller und Einzelhändler auf, die Preisdiskriminierung von Frauen zu unterlassen. „Frauen werden mit diesen Tricks doppelt benachteiligt, weil sie darüber hinaus meist noch weniger Geld verdienen als Männer“, heißt es auf der vzhh-Website.

Gender PricingQuelle: Frauen zahlen mehr , Verbraucherzentrale Hamburg

 

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