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Teufelskreis Frachtraten

Die Konjunkturprognosen der führenden Köpfe der Speditionsbranche sind offenbar gemischt. Beim alljährlichen Ausblick 2013 ist vom Wachstum bis zur Zunahme von Firmeninsolvenzen alles vertreten. Das muss sich nicht zwingend widersprechen, legt die Lektüre des VerkehrsRundschau-Beitrags „Ein Wachstum mit Pferdefuß“ (Ausgabe 3/2013) nahe.

Stefan Rommerskirchen, Geschäftsführer der Progtrans AG, schätzt die Lage generell positiver ein als die derzeitige Stimmung in der Branche. „Wesentliche Leitdaten sind auf Wachstumskurs ausgerichtet“, zitiert das Magazin den Fachmann. Denn die Konjunkturaussichten für Industrie und Handel seien besser als im Jahr 2012. Und gehe es diesen Zweigen gut, hätten auch die Transportdienstleister zu tun. Unsicherheiten bei der Vorhersage berge jedoch nach wie vor die Euro- und Verschuldungskrise, deren Entwicklung sich kaum einschätzen ließe. Rommerkirchen prognostiziert der Transportleistung auf der Straße ein Plus von bis zu 1,5 Prozent. Ähnlich sieht es der Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV), Mathias Karge: Auch er erwartet 2013 ein positives Jahr für die Branche.

Also keine Krise? Adolf Zobel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) bringt es im Beitrag auf den Punkt: Selbst bei einem Wachstum bleibe die Situation für deutsche Spediteure schwierig, Stichwort Verlust von Marktanteilen. So wäre es eigentlich zwingend an der Zeit, dass die deutschen Transportdienstleister ihre Frachtraten den stetig steigenden Betriebskosten angleichen. Dies berge aber gleichzeitig die Gefahr, dass die Kunden zu preiswerteren europäischen Anbietern wechseln – ein Teufelskreis. So ginge gegebenenfalls das Wachstum an den deutschen Dienstleistern vorbei.

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