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Tatort Autobahn: Immer mehr Frachtdiebstähle in Deutschland

Diebstähle von LKW und Trailern nehmen weltweit und auch in Deutschland zu – das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Freight Watch International, einem auf Logistik spezialisierten US-Sicherheitsunternehmen. Allein in Europa gab es demnach im Jahr 2012 rund 24 Prozent mehr Frachtdiebstähle als noch ein Jahr zuvor.

Besonders betroffen seien Länder wie Brasilien, Mexiko und Südafrika. In Europa sei vor allem Deutschland ein beliebtes Ziel der Kriminellen: Anders als in vielen anderen europäischen Ländern wachse die Wirtschaft hierzulande und der Güterverkehr an sich nehme zu – auch mit hochwertigeren Waren. Außerdem sei Deutschland stark frequentiertes Transitland mit geografischer Nähe zu Polen, Ungarn, Tschechien, Rumänien und die Ukraine, in die Diebesgut schnell abtransportiert werden könne. Zwar fehlen für die Bundesrepublik offiziellen Zahlen, Freight Watch geht aber davon aus, dass sich die Anzahl der registrierten Frachtdiebstähle zwischen 2011 und 2012 mehr als verdoppelt hat.

Am häufigsten seien Diebstähle übrigens in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Hessen, Niedersachsen und Bayern. Spannend ist auch der Blick auf die gestohlenen Waren: Besonders beliebt sind Rohstoffe für Gebäude und Industrie (31 Prozent). Es folgen Elektronikartikel (22 Prozent), Pflegeartikel (14 Prozent), Nahrung und Getränke (13 Prozent), Autos sowie Autoteile (zehn Prozent) sowie Kleidung und Schuhe (acht Prozent).

Den Artikel, auf den sich dieser Text bezieht („Ladungsdiebstahl nimmt drastisch zu“),  finden Sie in der VerkehrsRundschau vom 07.05.2013.

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