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Studie: Städtische Logistik muss sich neu erfinden

Der boomende Onlinehandel sorgt für eine enorme Verkehrsflut, gleichzeitig fehlt innerstädtischer Raum für den Warenumschlag. Die Folge: Staus und unpünktliche Lieferungen. Ein Drittel aller Konsumenten ist unzufrieden mit dem Service der Paketdienste. Die Mehrheit wünscht sich umweltfreundliche Lieferungen, ist aber nicht dazu bereit, dafür mehr zu bezahlen. Bislang fehlen ganzheitliche Konzepte, um die städtische Logistik fit für die Zukunft zu machen.

Zu diesen Ergebnissen gelangt die Studie „Aufbruch auf der letzten Meile – Neue Wege für die städtische Logistik“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Dafür wurden 1.000 Konsumenten nach ihrem Einkaufsverhalten, ihren Präferenzen bei der Paketbelieferung und ihrer Akzeptanz verschiedener Distributionskonzepte für die letzte Meile befragt.

Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • 98 Prozent aller Deutschen über 18 Jahren hat schon einmal im Internet bestellt.
  • Ein Drittel der Befragten ist mit der Paketzustellung unzufrieden. 20 Prozent bemängelten eine unpünktliche Lieferung; 18 Prozent gaben an, beschädigte Sendungen erhalten zu haben.
  • Die Verbraucher legen Wert auf pünktliche, umweltfreundliche Lieferungen an die Privatadresse, in selbst bestimmten Zeitfenstern und mit ständiger Statusüberwachung (Tracking).
  • Gleichzeitig wünschen sich 91 Prozent eine Paketzustellung zum Nulltarif.
  • Innovationen wie Drohnen, Zustellroboter oder die Zustellung in den Kofferraum sehen die Verbraucher kritisch.
  • 77 Prozent wünschen sich mehr Anreize für Elektrofahrzeuge bei der Paketauslieferung. Für 61 Prozent ist die Auslieferung durch E-Autos oder Lastenfahrräder ein wichtiges Kriterium bei der Wahl ihres Onlinehändlers.
  • Gut an kommen die Nachtbelieferung des Einzelhandels (75 Prozent) und Maßnahmen zur optimierten Flächennutzung besonders gut an (68 Prozent)

Die PwC-Experten empfehlen einen Maßnahmenmix für die städtische Logistik von morgen. Erfolgsversprechend seien beispielsweise die gemeinschaftliche Nutzung von Multi-Hubs oder Micro-Hubs, die Nutzung von Parkplätzen als Be- und Entladeflächen sowie digitale Lösungen etwa zur besseren Nutzung von Verkehrsdaten für die Verkehrsplanung und -steuerung durch Datenplattformen oder der Einsatz von Apps zur Information und Kommunikation zwischen den Beteiligten.

Die komplette Studie lesen Sie hier.

Recherchequelle: Pressemitteilung „Aufbruch auf der letzten Meile – Neue Wege für die städtische Logistik“  von PwC

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