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Stadt Karlsruhe verkauft alte Straßenschilder für den guten Zweck

Wenn Straßenschilder nicht mehr reflektieren, müssen sie ausgetauscht werden. Doch wohin mit den ausgedienten Stücken? Seitdem die Schrottpreise im Keller sind, geht die Stadt Karlsruhe in Sachen Schilderentsorgung einen bundesweit einmaligen Weg: Sie verkauft die Schilder an Privatpersonen. Jedes Jahr gibt es einen großen Schilderflohmarkt – mittlerweile ein richtiges Kultevent – dessen Erlöse an städtische Kindergärten gespendet werden. Angeboten werden ausgemusterte Verkehrszeichen aller Art, wie Stop-, Baustellen-, Radfahrer-, Einbahnstraßen-, Hinweis- und Emaille-Straßennamenschilder bis hin zu kompletten Verkehrsampeln. 2016 sorgten 1.000 Besucher für einen Gewinn in Höhe von 16.248 Euro. Seit dem ersten Flohmarkt 1999 sind so mehr als 90.000 Euro zusammengekommen. Weiterer Pluspunkt: Schilderfans kommen jetzt auch legal an Schilder und es werden viel weniger geklaut. Zuletzt rund 50 pro Jahr statt früher mehrere Hundert. Das nennt man wohl eine Win-Win-Situation für alle.

Schilderflohmarkt Karlsruhe dpa

Gunther Lott, Leiter der Abteilung für Verkehrslenkung in Karlsruhe, mit seinen Schildern.

Fotoquelle: dpa

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