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„Original Unverpackt“: Der erste Supermarkt ohne Einwegverpackungen

Wenn wir jeden ersten Dienstag im Monat unsere Gelben Säcke zum Sammelplatz auf die Straße schleppen, staunen wir: So viel Plastikmüll – und das nur von uns! 16 Millionen Tonnen Verpackungen wandern jedes Jahr allein in Deutschland in den Müll. Es ist wirklich gruselig… Da gefallen uns die aktuellen Nachrichten über vier junge Berliner Gründerinnen, die in der Hauptstadt den ersten deutschen Supermarkt ohne Einwegverpackungen eröffnen wollen, natürlich besonders gut.

„Original Unverpackt“ bietet Erbsen, Öle, Mehl, Duschgel und Nudeln künftig in loser Form. Kunden können die Ware in der jeweils gewünschten Menge aus sogenannten Bulk Bins in mitgebrachte Behälter abfüllen und nach Gewicht bezahlen. Das vermeidet nicht nur Verpackungsmüll, sondern beugt auch der Verschwendung von Lebensmitteln vor, weil exakt die Menge im Einkaufskorb landet, die auch gebraucht wird.

Der erste verpackungsfreie Supermarkt soll im Sommer 2014 in Berlin entstehen, weitere Filialen in anderen deutschen Städten sind geplant. Um das Konzept zu finanzieren, setzen die Gründerinnen auf Crowdfunding und sammeln derzeit Spendengelder auf der Plattform startnext.de . Mit riesigem Erfolg: Dank erfolgreicher Medienarbeit konnten sie bereits nach einem Tag die magische Marke von 20.000 Euro knacken. Nach nur einer Woche betrug die Spendenhöhe 70.000 Euro. Auch wenn die benötigte Startsumme damit zusammen ist, kann noch bis Mitte Juni für das Projekt gespendet werden.

„Wir glauben daran, dass das aktuelle Einkaufskonzept nicht zukunftsfähig ist und ein Wandel zu unverpacktem einkaufen, langfristig gesehen, umweltschonender ist und einen größeren Gesamtnutzen für die Gesellschaft hat“, heißt es auf der Original Unverpackt-Website.

Original Unverpackt – Der neue Supermarkt from Original Unverpackt on Vimeo.

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