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Neue Spesenregelung ab 2014

Ab dem 1. Januar 2014 gilt ein neues steuerliches Reisekostenrecht. Wichtige Änderungen gibt es bei der Zeitstaffelung: Um das System zu vereinfachen, hat der Bundestag die dreigeteilte Zeitstaffel auf zwei Stufen reduziert. Somit gibt es bereits für eine Abwesenheit ab acht Stunden eine Spesenpauschale von 12 Euro. Bisher betrug der Spesensatz ab acht Stunden nur sechs und erst ab 14 Stunden zwölf Euro. Bei 24 Stunden Abwesenheit bleibt der Satz wie bisher bei 24 Euro.

Von der neuen Regelung profitieren in erster Linie Nahverkehrsfahrer, die jeden Abend nach Hause zurückkehren. Bei zwanzig Arbeitstagen pro Monat macht das sogar 120 Euro netto aus. Für Fernverkehrsfahrer, die auswärts übernachten, ändert sich jedoch nichts. Wer auf eine grundsätzliche Erhöhung der Verpflegungspauschalen gehofft hatte, wurde wieder enttäuscht. Die Pauschalen bleiben trotz faktischer Preissteigerungen konstant.

Tabelle

 

 

 

Den genauen Wortlaut zum „Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts“ finden Sie hier.

Comments (3)

  • App-Fan Reply

    Spannendes und zugleich schwieriges Thema. Doch natürlich ändert sich auch für Fernfahrer etwas. Stichwort: An- und Abreisetag. Wo bisher, z.B. bei Abfahrt am Sonntag um 22:00 Uhr keine Spesen steuerfrei gezahlt werden konnten, sind ab Januar 12€ (bei Inlandsreisen) steuerfrei zahlbar. Gleiches gilt z.B. bei einer Wochentour auch bei Rückkehr am Samstag beispielsweise um 05:00 Uhr. Entsprechendes gilt (i.d. Regel mit höheren Beträgen) auch bei Auslandstouren.

    6. Dezember 2013 at 13:40
  • Gernot Schmidt Reply

    Eine interessante Frage ist, wie die Spesen gerechnet werden, wenn eine Fahrer montags losfährt, die Woche über nie zuhause ist, aber zwischendurch am Hauptsitz der Spedition zum Umsatteln vorbeikommt und gleich wieder losfährt.
    Gilt hier das Wohnortprinzip oder gilt die Abwesenheit als unterbrochen?

    30. Dezember 2013 at 13:45
    • Antje Efkes & Team Reply

      Unser Partner von der modulon Webservice GmbH sind Spezialisten für die Berechnung von Spesen in Transport- und Logistikunternehmen und haben darauf eine klare Antwort: Umsatteln (oder beispielsweise auch das Abholen von Unterlagen, die Wartung oder Pflege des Fahrzeugs) werden als Hilfs- oder Nebentätigkeiten gewertet. In diesem Fall gilt die Betriebsstätte als sogenannter Sammelpunkt und nicht als erste Betriebsstätte. Einzige Ausnahme: Laut Arbeitsvertrag ist der Arbeitnehmer dem Betriebssitz als erste Tätigkeitsstätte zugeordnet. In diesem Fall wird die Berechnung der Abwesenheitszeit auch durch Nebentätigkeiten unterbrochen.

      Ein echt kniffliges Thema. modulon hat hierfür eine webbasierte Software zur automatisierten Be- und Verrechnung aller zahlbaren Spesen entwickelt. Für fachkundige Beratung und Unterstützung sind die Spesen-Experten hier erreichbar.

      6. Januar 2014 at 18:56

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