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Neue Software sieht Stau voraus

Wow, darauf haben wir gewartet: Forscher des Hasso-Plattner-Institut in Potsdam haben eine Software entwickelt, die Verkehrsstörungen prognostiziert, bevor diese überhaupt entstehen. Dafür verknüpft das System erstmals interne Informationen mit verkehrsrelevanten Daten aus dem Internet und wertet diese blitzschnell in Echtzeit aus.

Die Planer erfahren zum Beispiel sofort, ob und wie lange sich ein LKW in einem Stau befindet und in welchem Maß sich dadurch der ganze Transportweg verzögert. Witterungsverhältnisse, Straßensperrungen, Demonstrationen, verzögerte Be- und Entladezeiten sowie selbst schlecht funktionierende Kräne am Hafen stellen keine unerwarteten Hindernisse mehr dar, sondern können präzise eingeplant werden.

Forscherin Marian Pufahl: „Bisher kann es leicht passieren, dass ein Planer in den Niederlanden nichts von Verzögerungen mitbekommt, die in Spanien verursacht wurden. Unsere Plattform ermöglicht es unter anderem, dass die Kommunikation zwischen den vielen Schnittstellen erleichtert wird.“ Mithilfe der effizienteren Planung von Transportstrecken seien finanzielle Schäden leichter abzuwenden. Bei Verkehrsstörungen können sich diese laut Studien im Extremfall mitunter auf mehr als 50 Millionen Euro belaufen. Zudem ist durch die intelligente Vermeidung von Leerfahrten und Unterbrechungen auch mit gravierenden CO2-Einsparungen zu rechnen.

Ab 1. Oktober 2015 startet ein Pilotprojekt mit einem Transportunternehmen. Im Herbst 2016 soll die Plattform dann international unter dem Namen „Synfioo“ an den Markt gehen.

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Bild: HPI/D. Lässig

Quelle: Pressemitteilung des HPI   vom 06.08.2015

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