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Jeder Lkw speichert Unmengen an Fahrzeugdaten

Mit Zunahme der Steuergeräte im Fahrzeug – in modernen LKW sind dies bereits bis zu 30 Stück – steigt auch die Masse der Fahrzeugdaten, die gespeichert und später zu den verschiedensten Zwecken genutzt werden könnten. Airbags dokumentieren Beschleunigungswerte, der digitale Tachograph speichert 24 Monate die kompletten Fahrzeugdaten, Ladungs- und Bremssensoren registrieren intensive Bremsbenutzungen.

Nach einem Unfall können diese Daten – aber vor allem die von Unfalldatenschreibern (UDS) oder Dashcams, die bei starker Beschleunigung auslösen und 30 Sekunden vor und nach einem Unfall aufzeichnen – den Fahrer entweder be- oder entlasten. Noch hängt es von der Kompetenz der Polizei ab, ob die Behörden Zugang zu den Daten erhalten oder nicht.

Doch die EU plant, die Unfalldatenspeicherung auch in Deutschland einzuführen, so dass alle Neufahrzeuge im Falle eines Unfalls diverse Fahrzeugdaten speichern. Und auch Versicherungen zeigen großes Interesse an den Daten: Die Sparkassen-Versicherung zum Beispiel bietet ein mit Telematik realisiertes Versicherungsmodell an, bei dem sich der Beitrag nach der Fahrweise des Fahrers berechnet.

Rechtlich sind viele Fragen rund um die Fahrzeugdaten ungeklärt und kaum ein Nutzer weiß, welche Daten sein Fahrzeug tatsächlich erhebt. Noch sind die Daten in der Regel nur vom Hersteller auslesbar. Bei einem Unfall hat der Betroffene jedoch einen umfassenden Anspruch auf die während des Crachs gesammelten Daten – der bisher in den seltensten Fällen erfüllt wird.

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