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Forderungsmanagement für Speditionen – drei Tipps

Zahlungen werden heute in der Transportbranche im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen  immer häufiger zu spät oder gar nicht überwiesen. Dabei können Unternehmen schlechter Zahlungsmoral mit einfachen Mitteln vorbeugen. Wir haben die wichtigsten Tipps zum Forderungsmanagement für Sie zusammengestellt:

  1. Vereinbaren Sie mit Ihren Kunden ein Zahlungsziel von maximal 14 Tagen, das klar auf jeder Rechnung ausgewiesen wird. Bereits bei der Angebotsstellung sollten Angaben zur Fälligkeit stehen. Mit Rabatten bei zeitnaher Zahlung (Skonto) können Sie Anreize setzen, damit Ihre Auftraggeber Rechnungen schneller begleichen.
  2.  Ist das Zahlungsziel bereits verstrichen, ohne dass die Rechnung bezahlt wurde, gilt es schnell schriftlich zu mahnen. Achten Sie dabei darauf, dass alle Zahlungseingänge zu diesem Tag auch wirklich schon gebucht sind. Das erste Mahnschreiben sollte in einem freundlichen, bestimmten Ton verfasst sein und eine Frist von maximal zehn Tagen enthalten, bis wann die überfällige Zahlung erfolgen muss. Mehr als drei Mahnschreiben machen selten Sinn. Versenden Sie Mahnungen immer per Einschreiben und legen Sie eine Kopie der Rechnung bei. Ist auf der Rechnung kein Zahlungsziel angegeben, muss diese innerhalb von 30 Tagen beglichen werden.
  3. Bleiben die Mahnungen wirkungslos, sollten Sie die Angelegenheit zeitnah einem Inkassobüro oder Rechtsanwalt übergeben – das macht oftmals beim Schuldner großen Eindruck. Ist auch dieser Schritt nicht erfolgreich, bleibt nur noch ein gerichtliches Mahn- und Klageverfahren oder Factoring, also der Verkauf von Forderungen an einen Dienstleister. Dieser zahlt umgehend den Großteil der Außenstände und behält den restlichen Betrag, bis die Rechnung beglichen ist. Dabei fallen Gebühren und Zinsen an.

Quelle: VerkehrsRundschau, 16/2014, Seite 38+39 „Wie man Forderungen richtig eintreibt“

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