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Ein Jahr Mindestlohn – eine Zwischenbilanz

Manche Konjunkturforscher hatten wegen der gesetzlichen Einführung des Mindestlohns von 8,50 pro Stunde vor genau einem Jahr massive Jobverluste befürchtet, andere hatten kräftige Impulse für die Beschäftigung erhofft. Jetzt haben Arbeitsmarktforscher erstmals eine Zwischenbilanz zur Einführung des Mindestlohns vorgelegt. Basis ist eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Demnach seien mehr als 40.000 Billigjobs dauerhaft weggefallen, rund 50.000 dagegen wurden in reguläre Arbeitsplätze umgewandelt. Den direkten Zusammenhang zwischen Mindestlohn und der Schaffung regulärer Arbeitsplätze verdeutlicht nach Einschätzung der Forscher vor allem der Blick auf einzelne Branchen. So sei rund die Hälfte der im Verkauf weggefallenen Billigjobs in reguläre Arbeitsplätze umgewandelt worden. Ähnlich sei die Entwicklung bei Speditionen und Kurierdiensten, im Taxigewerbe, bei Reinigungsberufen und im Hotel- und Gaststättengewerbe verlaufen. Die andere Hälfte der bisher geringfügig entlohnten Jobs hätten die Betriebe in den meisten der genannten Branchen allerdings gestrichen.

Quelle: VerkehrsRundschau, „Mindestlohn: 50.000 Billigjobs in reguläre Stellen umgewandelt“ / dpa

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