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„Duschen wird völlig überbewertet“: Zwischenbericht von der Allgäu-Orient-Rallye

Seit Freitag, 2. Mai, fährt Pia Kuner mit ihrem Team Schwarzwald die Allgäu-Orient-Rallye von Oberstaufen nach Jordanien. Kurz vor der Ankunft in Amman, der Hauptstadt Jordaniens, erhalten wir einen kurzen Zwischenbericht:

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Wo seid ihr inzwischen?
Kurz hinter Halfa, also haben wir noch rund 370 Kilometer bis zum Ziel.

Ist euer Fuhrpark noch komplett? Wie machen sich die Autos?
Alles läuft, wir sind zufrieden! Auto 1 mit Klimaanlage hat ein kaputtes Radlager, aber egal. Auto 2, wegen der vielen Macken Quasimodo genannt, ist unser Problemkind und hat immer noch eine kaputte Antriebswelle. Er scheppert vorne und verliert Öl, aber er schafft das. Auto 3 ist tipptopp.

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Was war bis jetzt das Highlight eurer Reise?
Das ganze Inland ist hammerschön, besonders vom türkischen Corum ans Schwarze Meer. Die Menschen sind unglaublich hilfsbereit und lieb. In Ordu haben wir zwei Polizisten nach einem Restaurant gefragt, weil wir Lust auf frischen Fisch hatten. Obwohl sie kein Englisch sprachen, haben sie uns kurzerhand in ihr Polizeiauto gepackt und mit Blaulicht durch die halbe Stadt gefahren. Dem Wirt hat der Polizist dann scheinbar gesagt, dass er ihn nach dem Essen unbedingt anrufen soll, damit er uns mit Blaulicht wieder zurückbringen kann. Gastfreundschaft auf die türkische Art eben.

Gab es einen Moment, in dem du am liebsten nach Hause gefahren wärst?

Jedes mal wenn die Jungs trödeln, weil sie rauchen müssen. Also gefühlte 25 Mal pro Tag 😉 Im Ernst, nein, bis jetzt gab es keine Herausforderung, die mich an irgendeine Grenze gebracht hätte.

3Ihr dürft ja keine Navis benutzen. Wie klappt die Navigation? Habt ihr euch schonmal verfahren?
Tatsachlich noch nie, selbst in Istanbul und Ankara haben wir sofort und alle drei Autos gleichzeitig das Ziel erreicht. Nur mit Karte, Schilderlesen und Verständigung über CB-Funk.

Wie macht ihr das mit dem Essen, Schlafen, Duschen?

Wir schlafen im Auto in unseren eingebauten Betten, sehr bequem. Wir kochen entweder selber oder besorgen uns irgendwas unterwegs. Duschen wird überbewertet … manchmal findet sich etwas Öffentliches, einmal im Hotel, einmal bei unserer Übernachtung in Rumänien. Oder auch schon mal mit Wasserkanister am Auto. Oft war es allerdings auch kalt und hat geregnet.

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Wie oft trefft ihr auf die anderen Rallyeteilnehmer?
Meistens abends, wenn es ein Fahrer-Camp gibt. Sind wir auf uns gestellt, suchen wir uns ein anderes Team, um nachts nicht alleine rumzustehen.

Was vermisst du?
Meine Dusche und mein Mountainbike – sonst grad nix.

Welche Aufgabe hast du als Kaptain? Wie klappt die Absprache im Team?

Ach, das mit dem Kaptain das steht nur aufm Papier. Jeder hat gleich viel zu sagen. Wer was machen will, sagt’s einfach und das klappt dann auch meistens. Wir sind nur so viel organisiert, wie es gerade nötig ist. Die nächste Route schauen wir meistens erst am nächsten morgen an. Wir leben ehrlich gesagt ziemlich in den Tag hinein und irgendwie klappt alles.

Welche Musik hört ihr unterwegs?
Kings of Leon, Peter Fox, Boy und gemixte und gebrannte CDs von meiner WG in Konstanz.

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