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BKrFQG: Schwarze Schafe sorgen für Ärger

Eigentlich ist das Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz (BKrFQG) eine sinnvolle Sache. Um die Verkehrssicherheit im europäischen Straßenverkehr zu erhöhen, müssen alle gewerblichen LKW- und Bus-Fahrer alle fünf Jahre eine Weiterbildung absolvieren – sonst drohen satte Strafen. Doch die Seminare kosten Fuhrparkunternehmen und Fahrer jede Menge Zeit, Geld und Nerven und lassen sich nicht immer einfach in den Berufsalltag integrieren. Und weil der erste Stichtag 10. September 2014 immer näher rückt, sich viele aber noch nicht um ihre Fortbildung gekümmert haben, steigt der Druck.

Da wundert es nicht, dass sich unter den Ausbildern zunehmend auch schwarze Schafe tummeln, wie der Bayerische Rundfunk in seinem Beitrag „Schmu bei der Nachschulung“ berichtet. Der Film zeigt den Fall einer findige Fahrschule aus Aachen, die Schulungen in zehn statt den gesetzlich vorgeschrieben 35 Stunden anbietet und mehr als 40 Fahrer gleichzeitig schult, wo der Gesetzgeber nur 25 Personen erlaubt. Die Schulung fand zudem in einer Gaststätte statt, obwohl eigentlich ein zertifizierter Schulungsraum zur Verfügung stehen muss.

Solch unseriöse Geschäftspraktiken sind, das zeigen auch Beiträge von VerkehrsRundschau und trans aktuell, leider keine Seltenheit. Gerüchte über Anbieter, die gegen Bares Zertifikate ohne Schulung ausstellen, mehren sich. Viele Betrüger springen auf den Weiterbildungszug auf, schließlich ist das BKrFQG ein Millionenmarkt, wenn man bedenkt, dass rund 800.000 LKW-Fahrer alle fünf Jahre geschult werden müssen. Problematisch wird auch bewertet, dass bei den Seminaren die reine Anwesenheit ausreicht, eine Lernkontrolle oder praktische Prüfungen aber nicht verlangt werden.

Sie wollen sich vor Betrug schützen und suchen einen seriösen Weiterbildungsanbieter? Das Infoportal www.eu-bkf.de bietet einen praktischen Seminarfinder, der geeignete BKrFQG-Kurse nach Postleitzahl, Inhalten und Wunschdatum sortiert.

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