3 Fragen an Ernst Schmidt, Area Sales Manager Österreich
Antje Efkes & Team | 12. Mai 2022

3 Fragen an Ernst Schmidt, Area Sales Manager Österreich

Was verbindet Sie und was verbinden Sie mit Telematik?

Die Verbindung zur Telematik besteht schlichtweg durch meinen beruflichen Werdegang verbunden mit der enorm raschen Entwicklung auf diesem Gebiet. Als ich begann, gab es noch Bordcomputern, da steckten die Medien zur Datenspeicherung noch im Gerät. Und am Tagesende gab der Fahrer dies in der Firma ab. Nun wird bereits alles "over the air" übertragen. Nur zwei Dekaden später hantiert die Transportbranche mit Telematiksystemen und digitalisiert sich immerfort. Das ist ein unglaublich spannendes Umfeld, in dem ich tätig sein darf und ein immerwährender Lernprozess.

Warum haben Sie sich jetzt bewusst für eine Zusammenarbeit mit SPEDION entschieden? Was zeichnet SPEDION Ihrer Ansicht nach aus?

Das innovative Umfeld, die Entwicklung der Firma selbst als auch die Freude immer wieder Herausforderungen – auch für mich selbst – zu suchen, bewog mich zur Zusammenarbeit. Bei SPEDION ist der Blick in die Zukunft gerichtet und nicht nur durch Kundenansprüche und den Markt getrieben. Es wird immer wieder weiter daran gearbeitet, neue Features zu generieren, die den Kunden einen Mehrwert bieten können und positive Entwicklungen im Markt hervorrufen.

Sie begleiten die Entwicklungen auf dem Telematikmarkt seit über 25 Jahren. In dieser Zeit hat sich bereits viel getan, auch was die Nutzung und Weiterverwendung von Telematikdaten betrifft. Wo sehen Sie künftig weitere Entwicklungschancen?

Die Entwicklungen sind auch für einen Profi wie mich nicht absehbar. Aber natürlich ist die Vernetzung der Systeme ein wichtiger Faktor – es geht sowohl um Daten, die wir vom Lkw bekommen, als auch um Daten von den Partnern. Systemen zur Reifenkontrolle und Temperaturüberwachung, Rundumkamera, Tachograf und viele mehr liefern Daten, die wir sammeln und aufbereiten, um sie dann wieder für Buchhaltung, Reports für Entscheidungsträger und dergleichen weiterzugeben. In Zukunft könnten natürlich auch Daten vom Fahrer – wenn der Gesetzgeber dies zulässt – noch besser integriert werden. Ich denke da an Fitnessuhren: Erfassen, ob der Fahrer gerade einer Stresssituation ausgesetzt ist und zu einer Pause bewogen werden sollte. Auch eine verstärkte Kontrolle von gefährlichen oder wertvollen Gütern (hier besteht zum Beispiel die Gefahr von Diebstahl, Manipulation etc.) hat noch Potenzial zur Digitalisierung. Da gäbe es noch sehr viele Themen, die jetzt schon in Angriff genommen werden könnten, wie auch Themen, an die wir derzeit noch gar nicht denken.

Ernst Schmidt kennt den Telematikmarkt seit über 25 Jahren. Nach seinem Maschinenbau-Studium befasstet sich der gebürtige Wiener zunächst mit der Planung und Umsetzung von Tankanlagen, seit 1994 widmet er sich dem Vertrieb von Telematikprodukten. Nach Stationen bei Herstellern in Österreich, den Niederlanden und Deutschland, davon 15 Jahre in leitenden Positionen, ist Ernst Schmidt seit 1. Februar für SPEDION aktiv.

Foto: Markus Gspandl